Asthma bronchiale und COVID-19

Momentan gibt es in der Fachwelt kritische Stimmen zur Therapie des Asthma bronchiale mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS). Hintergrund dieser Kritik ist die das Immunsystem „unterdrückende“ Wirkung der ICS-Präparate. Da das Immunsystem somit in seiner Funktion eingeschränkt ist, könnte eine Infektion mit dem SARS-Coronavirus 2 erleichtert werden. Wenngleich sich dies aufgrund fehlender Studien aktuell noch nicht ausschließen lässt, sollte eine bewährte Therapie unbedingt fortgesetzt werden. Letztlich besteht durch das Absetzen eines ICS immer die Möglichkeit einer akuten Verschlechterung des Asthmas mit der Notwendigkeit einer ärztlichen Vorstellung oder sogar Krankenhausaufnahme. Das Risiko dort mit COVID-19-Patienten*innen in Kontakt zu kommen und sich zu infizieren, ist für Menschen mit Asthma bronchiale deutlich höher als das bislang unbelegte Risiko sich durch eine ICS-Therapie mit dem SARS-Coronavirus 2 zu infizieren.

ACE-Hemmer und Sartane in Zeiten von COVID-19 – Absetzen oder weiter nehmen?

Momentan werden wir oft gefragt, ob aktuell denn noch ACE-Hemmer (z.B. Ramipril) oder Sartane (z.B. Candesartan) eingenommen werden dürfen. Hintergrund dieser Frage ist, dass mittlerweile ein Eintritt des Coronavirus in die menschlichen Zellen über den ACE2-Rezeptor gezeigt wurde. Werden nun beispielsweise ACE-Hemmer eingenommen, produziert der Körper vermehrt diese Rezeptoren. Dadurch könnte der Eintritt des Virus in die menschliche Zelle erleichtert werden. Generell ist diese Hypothese aber nicht vollständig gesichert. Ungeachtet dessen haben die Deutsche Kardiologische Gesellschaft (DKG) und die American Heart Association (AHA) eine Erklärung veröffentlicht, in welcher sie die Fortsetzung einer bestehenden Therapie mit ACE-Hemmern oder Sartanen empfehlen.

Sport in Zeiten von Corona – Das empfiehlt der Experte

Professor Dr. Jürgen Steinacker steht im Interview mit der Südwest Presse (SWP) Rede und Antwort darüber, was in Zeiten der Coronakrise und -pandemie an sportlicher Aktivität möglich und sinnvoll ist.

Zu alt für Sport? Gibt es das?

Eine spannende Frage die uns oft in der Ambulanz gestellt wird, ist diejenige nach einer Altersbeschränkung für Sport. Eine solche gibt es nicht! Vielmehr profitiert jeder Mensch von Sport – unabhängig vom Alter! Dies bestätigt nun auch eine britische Studie. In dieser konnte gezeigt werden, dass auch zuvor körperlich inaktive Senioren*innen in gleichem Maße Muskelmasse aufbauen können, wie ihre routinierteren Altersgenossen*innen. Insofern gilt unsere Empfehlung hinsichtlich sportlicher Aktivität im Alter: Je früher, je besser und es gibt kein „zu spät“!

Die Sportmedizin bloggt

Wir, die Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin des Universitätsklinikum Ulm wollen euch ab sofort auch per Blog über unsere vielfältigen Aktivitäten informieren. Bei uns arbeitet ein Team aus Medizinern, Sport- und Ernährungswissenschaftlern tagtäglich daran Spitzensportler zu unterstützen, ambitionierten Amateuren beim Erreichen ihrer persönlichen Ziele mit hochwertiger Leistungsdiagnostik die richtige Richtung vorzugeben und unsere Begeisterung für Sport an Einsteiger weiterzugeben. Wir engagieren uns zudem in der Rehabilitation von Patienten nach und während belastender Therapien, in und ausserhalb des Klinikums und geben alles um diese wieder Fit für den Alltag zu bekommen. Also dranbleiben lohnt sich!