Spitzenruderer zu Gast

Vergangenen Freitag war Oliver Zeidler @ollizeidler mit seiner Schwester @mariesophiezeidler bei uns in der Sportmedizin zur sportärztlichen Untersuchung. Bei den Europameisterschaften 2019 in Luzern gewann er den Titel und im österreichischem Ottensheim wurde er Weltmeister. Marie-Sophie gehört dem Kader der U-23 Nationalmannschaft an und belegte bei den Europameisterschaften 2020 den 3. Platz. Beide Zeidlers entstammen einer erfolgreichen Ruderfamilie. U.a. wurde Großvater Hans-Johann Färber 1972 Olympiasieger.
Auf dem Programm stand eine ausführliche körperliche/orthopädische Untersuchung, die von unserem Sportorthopäden Mickel Washington durchgeführt wurden war. Zusätzlich erfolgte die Durchführung eines Ruhe-EKG´s, Herzultraschalluntersuchung, Lungenfunktionsdiagnostik sowie die Bestimmung der Körperzusammensetzung mittels Inbody Waage. Besonders wichtig auch die Blutuntersuchung. Und zu guter Letzt wurde ein Stufentest auf dem Ruderergometer nach Vorgaben des Deutschen Ruderverbandes (DRV) absolviert. Dieser wurde von unserem Sportwissenschaftler Kay Winkert durchgeführt. Dieser Test ist ein wichtiger Bestandenteil für die Leistungsüberprüfung zum anderen aber auch für die Trainingssteuerung. Oli bereitet sich auf Olympia vor und hofft auf eine Medaille.
Sämtliche Ergebnisse wurden anschließend mit den Sportlern ausführlich besprochen. Wir wünschen beiden Athleten eine erfolgreiche Rudersaison 2021.

Neue Aktivitätsempfehlungen der @WHO_Europe_DE

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat neue Empfehlungen für einen aktiven Lebensstil veröffentlicht. Diese sind in Kürze:

  1. Kinder und Jugendliche (5-17 Jahre) sollten sich täglich 60 Minuten moderat bis intensiv bewegen. An mindestens drei Tagen pro Woche sollte der Sport intensiv sein und zur Stärkung von Muskulatur und Knochen beitragen. Die WHO weist explizit darauf hin, dass Zeiten die sitzend, insbesondere vor einem Bildschirm, verbracht werden, minimiert werden sollten, und dass für Kinder und Jugendliche eine Auswahl verschiedener, dem Alter und Können angepasster Betätigungsmöglichkeiten, wichtig sind.
  2. Erwachsenen und Senioren empfiehlt die WHO mindestens 150 bis 300 Minuten Bewegung mit moderater Intensität oder alternativ 75 bis 150 Minuten intensiven Sports pro Woche. Einen zusätzlichen Nutzen können Erwachsene aus längeren aeroben Trainings (> 300 bzw. >150 min) sowie aus mindestens zwei Tagen pro Woche Krafttraining für alle Haupt-Muskelgruppen ziehen. Für Senioren sieht die WHO zusätzlichen Benefit in Krafttrainings an mindestens zwei Tagen die Woche sowie in Koordinations- und Gleichgewichtstraining an mindestens drei Tagen die Woche.
  3. Schwangeren und Frauen nach der Entbindung ohne medizinische Kontraindikationen rät die WHO zu 150 Minuten Sport mit moderater Intensität – Frauen, die vor der Schwangerschaft viel Sport getrieben haben, dürfen meist ihr Aktivitätsniveau auch während der Schwangerschaft und nach der Entbindung beibehalten. Um das Risiko für Urininkontinenz zu reduzieren, empfiehlt die WHO Frauen ein tägliches Training der Beckenbodenmuskulatur.
  4. Die Richtlinien der WHO für chronisch Kranke und Menschen mit Behinderung sind vergleichbar mit den Empfehlungen für Gesunde der jeweiligen Altersgruppe. In beiden Fällen kann der Rat eines Spezialisten hinzugezogen werden, um mögliche Risiken zu minimieren und die bestmöglichen Aktivitäten zu finden.

#Coronavirus: Schadet #Sport mit #Maske?

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COVID-19 beeinflusst das Leben von uns allen. Dabei bleib kaum ein Aspekt des Alltags vom Virus unbetroffen. Als effizientes Mittel zur Reduktion der Übertragung des SARS-Coronavirus 2 gilt der Mund-Nasen-Schutz.

Eine israelische Metaanalyse hat sich nun mit den Effekten eines Mund-Nasen-Schutzes auf die sportliche Leistungsfähigkeit beschäftigt. Untersucht wurden chirurgische Masken und die N95-Atemschutzmasken (vgl. FFP2) während eines kurzzeitigen intensiven Trainings. Jede der sechszehn gesunden Testpersonen führte einen maximalen Belastungstest auf dem Fahrradergometer ohne, mit chirurgischer Maske oder N95-Atemschutzmaske durch. Hierbei wurden verschiedene Parameter und die Zeit bis zur maximalen Ausbelastung verglichen. Insgesamt gab es hinsichtlich Atem- und Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Zeit bis zur Ausbelastung keinen Unterschied ob mit oder ohne Belastung getestet wurde. Einzig bei der N95-Atemschutzmaske war ein signifikanter Anstieg des endtidalen Kohlendioxids in der Ausatemluft nachweisbar.

Ingesamt lässt sich festhalten, dass kurzzeitige anstrengende aerobe körperliche Aktivität mit einer Maske durchführbar und sicher ist. Der leichte Anstieg des endtidalen Kohlendioxids spielt für gesunde Menschen keine Rolle. Im Falle von Lungenerkrankungen sollte sich erst langsam an Sport mit Maske gewöhnt werden.

SPINDGESPRÄCHE: Neue Episode zum Fußballtraining

Diesmal reden wir mit Holger Bachthaler (Trainer des @ssv1846fussball) über modernes Fußballtraining. Was ist eine Spielphilosophie? Wie traineren Fußballspieler*innen überhaupt? Und… Machen Kopfbälle doof? Viel Spaß beim Hören!

Sportmedizin Ulm erneut vom DOSB zertifiziert

Erneut wurde die Sportmedizin Ulm vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOBS) als Untersuchungszentrum lizensiert. Gerne sind wir aber Ansprechpartner für alle Sportler*innen egal ob im Profi-, Amateur- oder Hobbybereich.

Unterdrückt Sport das Immunsystem?

In der Tat hat intensive sportliche Belastung einen hemmenden Einfluss auf das Immunsystem. Dieser dauert jedoch nur für wenige Stunden an. Dennoch sind Sportler*innen in hochintensiven Trainingsphasen damit leichtere Beute für bakterielle oder virale Infekte, vor allem der oberen Atemwege. Von dem Problem sind rund 30 bis 60 Prozent aller Athleten*innen in entsprechenden Trainings- oder Wettkampfphasen betroffen. Abgesehen von dieser kurzen Phasen der „Immunsuppression“ ist Sport generell aber förderlich für die Funktion unseres Immunsystems.

Wie können die Abwehrkräfte nun unterstützt werden? Wie bei allem ist eine ausgewogene und gemüse- bzw. obstreiche Ernährung entscheidend. Dabei ist auch eine ausreichende Menge wichtig um das Immunsystem mit Energie zu speisen. Insbeosondere Proteine sollten ausreichend zugeführt werden. Nahrungsergänzungsmittel wie Zink, Omega-3 Fettsäuren, Pflanzensterole, Antioxidantien oder Glutamin konnten in Studien nicht überzeugen. In Einzelfällen können Supplemente dennoch zielführend sein. In Summe gilt jedoch: Wer sich ausgewogen ernährt, hat keine Mangelversorgung.

Niedriger Vitamin D-Spiegel als Risiko für COVID-19?

Zur Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. bitte auf das Bild klicken.

Vitamin D hat zentrale Effekte für die Knochengesundheit. Oft vergessen werden die regulatorischen Wirkungen auf das Immunsystem. Vor allem Letztere führten zur intensiven Diskussion über einen etwaigen Nutzen von Vitamin D in der Vorbeugung gegen COVID-19.

Tatsächlich gibt es aufgrund der vorliegenden Forschungsarbeiten einen möglichen Zusammenhang zwischen erniedrigtem Vitamin D-Spiegel und einem erhöhten Risiko für COVID-19. Jedoch ist die Datenlage noch unzureichend und eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung nicht nachgewiesen. Weder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. noch das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) oder das Robert Koch-Instituts (RKI) empfehlen daher den Einsatz von Vitamin D zur Prävention gegen COVID-19.

Warum die Vitamin D-Einnahme dennoch sinnvoll sein kann und viele weitere Fakten zum „Sonnenvitamin“ besprechen wir in Folge 9 unseres Podcasts SPINDGESPRÄCHE.

#Spindgespräche: Der Zahn der Zeit – Sport im fortgeschrittenen Alter

Auf Anregung eines Hörers widmen wir die aktuell Episode von #Spindgespräche dem Sport im fortgeschrittenen Alter. Worauf gilt es zu achten? Gibt es Tabus? Wie verändert sich der Körper mit zunehmenden Alter? Fragen über Fragen! Wir bringen Licht ins Dunkel!

Das „High“ nach dem Laufen

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Bislang wurde noch kein fundierter neuronaler Mechanismus für die bekannten positiven Auswirkungen von Bewegung auf die psychische Gesundheit identifiziert. Neuere Erkenntnisse zeigen jedoch, dass Sport die Serumkonzentrationen von Endocannabinoiden erhöht was die gemachten Beobachtungen erklären könnte.

Endocannabinoide erzeugen psychische Zustände die das berühmte „Runner`s High“ erklären könnten. Ferner bewirken die Cannabinoide eine schmerz- und angstdämpfende Wirkung verbunden mit einem allgemeinen Gefühl des Wohlbefindens. Zudem kommt es zu einer reduzierten Aufmerksamkeit mit Schwierigkeiten bei der Zeiteinschätzung. Dieses wird allgemein als „Loslassen“ und „Abschalten“ empfunden, wie es insbesondere Langstreckenläufer*innen beschreiben.

Neben den beschriebenen Effekten interagieren Endocannabinoide auch mit Dopamin welches eine „Belohnungssubstanz“ im Gehirn ist und auch Suchtverhalten bedingen kann. Auch Effekte auf eine optimierte Blutversorgung und Weitstellung der Atemwege sind beschrie

Die enge Wechselwirkung der Endocannabinoide mit Dopamin zeigt, dass sie eine Funktion im Belohnungssystem des Gehirns haben und damit möglicherweise eine „Sportsucht“ bedingen können. Das Endocannabinoid-System ist auch an der Kontrolle der motorischen Aktivität beteiligt und bewirkt eine optimierte Blutversorgung und Weitstellung der Atemwege.

Alles in Allem können Endocannabinoide damit möglicherweise für das „Runner`s High“ verantwortlich sein.

Die Könige der Leichtathletik

Neue Podcastepisode mit dem Zehnkampf-Bundestrainer Christopher Hallmann. Wie schaffen es Zehnkämpfer eigentlich so viele Sportarten gleichzeitig zu trainieren? Was sind die Herausforderungen des Zehnkampfs und warum sind Zehnkämpfer die Könige der Leichtathletik?