Sportmythos: Schadet kalte Luft den Bronchien?

Berggipfel

Nach den frühlingshaften Temperaturen ist es wieder kalt geworden in Deutschland. Manch einer benutzt dies als Ausrede um vor sportlicher Aktivität zu kneifen, denn kalte Luft schade ja den Bronchien. Stimmt das?

Ja, aber nur unter gewissen Bedingungen. Für gesunde Menschen gibt es bei mäßig niedrigen Temperaturen keinen Grund auf Sport an der frischen Luft zu verzichten. Allerdings reizt kalte Luft Bronchien und Schleimhäute, Reizhusten kann die Folge sein. Deswegen sollte das Training langsam begonnen und das Tempo gedrosselt werden. Aufhören sollte man mit dem Sport spätestens dann, wenn Schmerzen bei der Atmung auftreten. Die Schmerzen können auf eine leichte Entzündung hinweisen.

Bei tiefen Minustemperaturen (spätestens ab unter -15 °C) sollte nicht mehr draußen trainiert werden, da eine ausreichende Erwärmung der Atemluft nicht mehr möglich ist. Menschen mit Vorerkrankungen (z.B. Asthma bronchiale) sollten auch bei milderen Minustemperaturen Sport an der frischen Luft meiden. Im Leistungssport wird übrigens mit speziellen Atemwärmern der Problematik begegnet.

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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