Sport für die Potenz?

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Die erektile Dysfunktion bezeichnet das Unvermögen eine Erektion aufzubauen oder diese für einen bestimmten Zeitraum aufrechterhalten zu können. Im Volksmund wird auch von Potenzproblemen gesprochen.

Zunehmende Daten weisen auf positive Effekte körperlicher Aktivität in der Behandlung der erektilen Dysfunktion hin. Interessanterweise sind die Effektstärken von Sport vergleichbar mit jenen die durch eine Therapie mit Testosteron oder Phosphodiesterasehemmern (z.B. Viagra®) erzielt werden können. Obschon die Datenlage für den Einsatz von Sport spricht, erhalten Betroffene nur selten Empfehlungen zur Sporttherapie. Grundlage für die positiven Wirkungen körperlicher Aktivität sind psychologische und metabolische Anpassungen. Zu letztgenannten gehört eine stärkere Gefäßinnenwand (Endothel), eine gesteigerte Stickstoffmonoxid-Synthase (gut für die Durchblutung des Penis) und ein Testosteronanstieg. Doch nicht nur der Stoffwechsel wird durch Sport verändert, sondern auch die Psyche. Die Stichworte hierbei sind: Mehr Selbstwertgefühl, weniger Stress und Angst sowie eine verbessertes Körperbild.

  1. Die Entstehung der erektilen Dysfunktion ist ein komplexer Prozess und wird hauptsächlich durch psychische Faktoren (z.B. Angst, Stress) und einen Mangel von Stickstoffmonoxid und Testosteron hervorgerufen.
  2. Körperliche Aktivität ist der effizienteste Weg die körpereigenen Stickstoffmonoxidspiegel zu erhöhen. Zudem resultiert Sport in einem erhöhten Testosteronspiegel, einem gesteigerten Selbstwertgefühl und reduziert Angst und Stress.
  3. Die medikamentöse Therapie wird oft nachgefragt und umfasst die Gabe von Testosteronpräparaten und Phosphodiesterasehemmern.
  4. Am besten wird die erektile Dysfunktion durch regelmäßige körperliche Aktivität therapiert. Sie sollte die erste Therapieoption für Männer mit erektiler Dysfunktion sein. Hierbei können unterschiedliche Sportarten betrieben werden. Die Palette reicht von aerobem Ausdauer- über Krafttraining bis hin zu Spiel- und Kampfsportarten. Maximiert kann der Nutzen der körperlichen Aktivität über eine Kombination verschiedener Sportarten (z.B. Ausdauer- und Krafttraining).

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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