Gesundheitsfördernde Effekte des Kaffees

Zur Originalstudie geht es durch Klick auf das Bild.

Regelmäßiger Kaffeekonsum ist mit einem niedrigeren Risiko an Diabetes mellitus Typ II, chronischen Lebererkrankungen ober Krebsleiden zu erkranken assoziiert. Außerdem ist die Mortalität (d.h. das Risiko zu versterben) reduziert. Dies zeigten mehrere prospektive Kohortenstudien auf der ganzen Welt. Die molekularen Mechanismen dafür sind im Detail noch ungeklärt. Möglicherweise ist die schützende Wirkung von Kaffee auf eine anti-entzündliche Wirkung oder das Abfangen zellschädigender freier Radikaler zurückzuführen. In einer neu erschienenen Arbeit wurde nun postuliert, dass die gesundheitsfördernden Effekte von Kaffee vergleichbar denen von Obst und Gemüse sind. So kommt es zu einer Aktivierung zellulärer Mechanismen die letztlich im „Scharfschalten“ bestimmter Proteine resultiert. Diese Eiweiße wiederum wirken antioxidativ und entgiftend. Außerdem haben sie die Fähigkeit andere „Reparaturproteine“ zu reparieren. Ein Schlüssel zur Erklärung der positiven Effekte von Kaffee ist der Nuclear factor erythroid 2-related factor-2 (Nrf2). Dieser bewirkt die „Scharfschaltung“ des zelleigenen „Abwehrsystems“. Darüber hinaus hat Kaffee eine modulierende Wirkung auf das Darmmikrobiom, d.h. die Gesamtheit der dort lebenen Mikroorganismen. Das Darmmikrobiom ist Gegenstand vieler Forschungsarbeiten, aber dessen Rolle noch nicht gänzlich verstanden.

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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