Pulsuhr richtig nutzen – Teil 1

Puls- bzw. GPS Sportuhren mit Pulsmessung von Polar, Garmin, Suunto, Apple und vielen weiteren Herstellern sind inzwischen weit verbreitet. Jeder Hersteller hat für Speicherung und Darstellung der erhobenen Daten eine eigene Auswertungsplattform. Daneben gibt es eine Fülle weiterer Datenplattformen auf die, die durch Schweiß erkauften Trainingsdaten ausgewertet werden können (TrainingPeaks, Strava, etc.). Aber Hand aufs Herz – die Allermeisten nutzen nur einen Bruchteil der angebotenen Möglichkeiten zur Auswertung des eigenen Trainings. Daher in loser Folge einige Tipps zur Nutzung der vielen gebotenen Möglichkeiten aus meiner persönlichen Sicht.

Heute: War mein Ausdauertraining wirklich ein Ausdauertraining?

Das Training heute sollte der Entwicklung der Ausdauer dienen? Die Einheit war gut, aber seid ihr wirklich im Ausdauerbereich unterwegs gewesen. Ein Blick in die Daten kann diese Frage ganz leicht beantworten.

Auf allen Plattformen gibt es eine Graphik zur Zeit in bestimmten Trainingsbereichen. Nachfolgend beispielhaft die Garmin-Version (Zeit in Bereich). Vorausgesetzt man hat Trainingszonen basierend auf der Herzfrequenz eingestellt, sieht man auf einen Blick wieviel Zeit in welchem Intensitätsbereich verbracht wurde. Ein Grundlagenausdauertraining sollte logischerweise auch im Bereich der Grundlagenausdauer verbracht werden. Bei einem 5-Zonen-Model entspricht das Zone 2.

Beispiel 1: 90 Minuten, flaches Terrain

Hier ein Beispiel für gute Umsetzung des Trainingsziels Grundlagenausdauer. Die Herzfrequenz lag überwiegend in Zone 2. Die gesamte Trainingszeit wurde für das Trainingsziel genutzt.

Beispiel 2: 65 Minuten, hügeliges Terrain

Hier ein Bespiel für eine schlechte Umsetzung des Trainingsziels Grundlagenausdauer. Die Intensität ist über mehrere Bereiche verteilt. Die meiste Zeit wurde in Zone 3 verbracht. Die Einheit war also zu intensiv für ein Grundlagenausdauertraining.

Beispiel 3: Intervalltraining

So sieht die Graphik bei einem sehr intensiven Intervalltraining aus (hier 5 x 1.000 m/3 x 400 m/1 x 3.000m).

In Beispiel 2 wurde das Trainingsziel Grundlagenausdauer klar verfehlt. Der Lauf war deutlich intensiver, als er hätte sein sollen. Vergleichbare Graphiken kann man sich auch für Pace oder beim Radfahren für die Leistung anzeigen lassen. Die Interpretation ist dieselbe. Voraussetzung ist natürlich, dass man die eigenen Trainingsbereiche kennt. In Beispiel 3 war das Trainingsziel der hochintensive Bereich (ein solches Training sollte natürlich nicht zu oft durchgeführt werden).

Fazit

Voraussetzung für die sinnvolle Nutzung einer Pulsuhr ist die Kenntnis der eigenen Trainingsbereiche. Auch sollte man sich vor der Trainingseinheit über das Ziel des anstehenden Trainings kurz Gedanken machen und dieses dann umsetzen. Wer häufig zu intensiv trainiert riskiert sonst Stagnation und Verletzungen.

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