„Sportler kämpfen mit Corona“ – Bericht des Bayerischen Rundfunks

Zur Reportage bitte auf das Bild klicken.

Nachfolgender Text wurde vom Bayerischen Rundfunk verfasst:

Gerade bei durchtrainierten Sportlern sollte man meinen, dass sie eine Cororonaerkrankung schneller überwinden als andere. Doch das ist ein Irrglaube. Mittlerweile gibt es zahlreiche Beispiele, die das Gegenteil belegen.

Normalerweise läuft Sportlehrer Miklas Spohr mit ordentlichem Tempo auf seiner Joggingstrecke. Momentan spaziert er nur sehr langsam und braucht ständig Pausen. Vier Monate nach seiner Coronaerkrankung geht es ihm noch nicht gut. Eigentlich liebt er ja die sportliche Herausforderung, egal ob im Meer oder in den Bergen. Aber daran ist momentan nicht zu denken. Er hat „richtige Schwächeanfälle, wo einfach von jetzt auf plötzlich gar nichts mehr ging“, sagt er.

Immunsystem trotz Genesung schwer angeschlagen

Professor Jürgen Steinacker von der Uniklinik Ulm befasst sich mit den Auswirkungen von Corona auf die sportlichen Leistungsfähigkeiten der Patienten. Dabei fiel auf, dass bei Genesenen zwar der Virus besiegt, aber das Immunsystem weiter alarmiert ist. „Man fühlt sich so krank wie bei Fieber, man ist so schwach wie bei Fieber, weil das Immunsystem so viel Energie braucht, um diesen Bereitschaftszustand zu erhalten“, sagt Steinacker.

Nur noch 50 Prozent der Leistungsfähigkeit

„Wir sehen Sportler, die nur noch 50 Prozent der Leistungsfähigkeit haben. Das sind massive Einbrüche“, erklärt der Mediziner. Trotzdem sollen die betroffenen Sportler versuchen, durch gezieltes Training den Körper wieder auf Vordermann bringen. Für den Sportlehrer Spohr bedeutet das: kleine Schritte zurück zum sportlichen Leben.

Eigene Anmerkung: Für Sportler*innen (egal ob Amateur oder Profi) bieten wir spezielle Untersuchungen nach COVID-19 an. Diese umfassen unsere „Basisdiagnostik“ (z.B. ärztliche Untersuchung, EKG und Belastungs-EKG, Lungenfunktion) und weiterführende Untersuchungen wie Spiroergometrie. Zudem erfolgt eine umfassende Labordiagnostik.

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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