Sport und Atherosklerose 3/5

Eine Viertelstunde Aktivität am Tag verringert die Sterblichkeit um 14 Prozent. Ist mehr also noch besser? Studien zeigten, dass bei Sportlern mehr Kalk in den Herzkranzgefäßen nachweisbar ist als bei weniger aktiven Menschen. Wie passt das zusammen? Wir geben in fünf Folgen Auskunft zu den häufigsten Fragen in diesem Zusammenhang.

Zur Originalarbeit geht es durch Klick auf das Bild.

Ist die Gefäßverkalkung der Herzkranzgefäße bei Sportler*innen eine andere als bei den „Normalos“?

Zunächst wurde vermutet, dass Sportler*innen weniger verkalkte Herzkranzgefäße als die „Normalos“ haben. Überraschenderweise stellte sich dies 2008 als irrtümlich heraus. Vielmehr ist die Atherosklerose bei sportliche aktiven Menschen ausgeprägter. Dabei korreliert der Grad der Gefäßverkalkung mit dem „Sportpensum“, d.h. je mehr Sport umso mehr Verkalkung. Daraufhin herrschte große Verwunderung! Werden die Gefäßablagerungen aber genauer betrachtet, zeigte sich bei den Sportler*innen ein höherer Calciumanteil in den Plaques als bei den weniger Aktiven. Dies deutet auf eine größere Stabilität der Plaques hin. Je stabiler wiederum die Ablagerung, umso geringer das Risiko des Aufreißens und damit einhergehenden Herzinfarktes.

Fazit: Sportler*innen haben mehr Gefäverkalkungen am Herzen als sportlich weniger aktive Menschen. Diese Ablagerungen sind aber stabiler, sodass das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden insgesamt vermutlich geringer ist.

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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