Sport und Atherosklerose 1/5

Eine Viertelstunde Aktivität am Tag verringert die Sterblichkeit um 14 Prozent. Ist mehr also noch besser? Studien zeigten, dass bei Sportlern mehr Kalk in den Herzkranzgefäßen nachweisbar ist als bei weniger aktiven Menschen. Wie passt das zusammen? Wir geben in fünf Folgen Auskunft zu den häufigsten Fragen in diesem Zusammenhang.

Zur Originalarbeit geht es durch Klick auf das Bild.

Ist die „Gefäßverkalkung“ (Atherosklerose) für Sportler*innen überhaupt ein Thema?

Zunächst ist die Atherosklerose eine „Zivilisationskrankheit“. Alter, falsche Ernährung und zuwenig Bewegung scheinen die Hauptrisikofaktoren zu sein. Röntgenuntersuchungen von Mumien zeigten, dass bereits 45 Prozent mit 45 Jahren eine Atherosklerose zeigten. Auch die berufliche Komponente (Büro versus körperlich aktiver Beruf) scheint keine Rolle zu spielen. Bereits 1977 wurde eine Studie mit Autopsieberichten von Läufer*innen veröffentlicht. Keine einzige Person war dabei an einer koronaren Herzkrankheit aufgrund von Atherosklerose gestorben. Somit wurde ein schützender Effekt von Sport postuliert. Zwei Jahre später wurde jedoch bei Marathonläufer*innen eine eindeutige Verkalkung der Herzkranzgefäße nachgewiesen was vorirger Vermutung widersprach.

Fazit: Atherosklerose hängt stark von Ernährung und körperlicher Aktivität ab, eine Immunität davor besteht jedoch bei Sportler*innen nicht.

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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