Laktattest beim 1. FC Heidenheim

Am Montag war das Team um Sportwissenschaftler Sebastian Schulz beim 1. FC Heidenheim zu Gast um bei den Nachwuchsmannschaften einen Laktattest durchzuführen. Laktat ist das Salz der Milchsäure und entsteht bei unvollständiger Verbrennung von Glucose im Körper, wenn der Muskulatur nicht mehr genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Fällt zuviel Laktat an „übersäuert“ der Muskel. Dies verursacht das typische Brennen der Muskeln und mindert deren Leistungsfähigkeit.

Anhand des Laktatgehalts im Blut lässt sich die anaerobe Schwelle bestimmen. Diese ist ein Maß für die individuelle Belastungsgrenze und definiert den Punkt ab dem die Leistungsfähigkeit sinkt. Je später die anaerobe Schwelle erreicht wird, umso besser ist daher der Trainingszustand.

Die Fußballer des 1. FC Heidenheim führten einen Lauftest durch. Grundsätzlich kann die Laktatdiagnostik aber auch mit anderen Belastungen (z.B. Fahrradfahren, Rudern) bestimmt werden. Die Testperson wird dabei stufenförmig immer stärker belastet. So beginnt ein Test auf dem Laufband z.B. mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h und wird alle drei Minuten um 2 km/h erhöht. Vor jeder Anpassung der Geschwindigkeit wird Laktat aus dem Ohrläppchen entnommen.

Stellt sich die Frage wem ein solcher Test überhaupt nutzt: Für Einsteiger in den Ausdauersport ist ein Laktattest empfehlenswert, da er den Ist-Zustand beschreibt und sich Trainingsempfehlungen ableiten lassen. Für ambitionierte Amateur- oder Profisportler*innen bietet er eine wertvolle individuelle Hilfe zur Trainingsgestaltung, -kontrolle und Wettkampfplanung.

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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