Das Belastungs-EKG – Was es sagt und was nicht!

Zur Studie geht es durch Klick auf das Bild.

Im Rahmen unserer diagnostischen Routine führen wir regelmäßig Belastungs-EKGs durch. Dabei werden Patienten*innen einer sportlichen Belastung (z.B. auf dem Fahrrad-Ergometer) ausgesetzt. Bedingt durch die sportliche Belastung können Engstellen der Herzkranzgefäße indirekt durch Veränderungen des mitlaufenden EKGs entdeckt werden. Soweit so gut, aber stimmt das denn wirklich?

Eine Post-hoc-Auswertung der SCOT-HEART-Studie mit über 4.100 Patienten*innen und chronischen Beschwerden in Form von Brustenge (Angina pectoris) machte nun deutlich, was das Belastungs-EKG kann und was nicht. Im Einklang mit dem Ergebnis vieler anderer Studien, zeigte sich, dass bei 91 Prozent der untersuchten Probanden*innen mit einem auffälligen Belastungs-EKG auch im Herzkatheter eine relevante Engstelle der Herzkranzgefäße gefunden werden konnte.

Die Autoren*innen der Studie schlussfolgern aus den Ergebnissen, dass das Belastungs-EKG vor allem dann hilfreich ist, wenn sich auffällige Befunde ergeben. Bei nicht stark ausgeprägten Veränderungen oder normalen Ergebnissen sollte die Diagnostik aber weiter verfolgt werden, sofern Beschwerden bestehen. Hier kann das Koronar-CT ein hilfreiches Instrument sein. Auch wir besprechen mit unseren Patienten*innen die Befunde stets kritisch. Alternativ zum Koronar-CT bieten wir eine Stressechokardiographie an. Im Gegensatz zum CT ist diese Untersuchung ohne Röntgenstrahlung möglich.

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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