Was bringt ein Shutdown?

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Die Kritik am (hier sehr milden) Shutdown aufgrund der SARS-CoV2-Pandemie wird in Deutschland immer lauter. Gerade als Mediziner*innen tun wir uns schwer diese nach zu vollziehen und der Anblick von Demonstrationen stimmt weiter sorgenvoll. Wir wollen der zunehmenden Negierung von Fakten heute mit einer hochrangig veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeit aus Großbritannien entgegentreten. In dieser wurden verschiedene Szenarien modelliert, um die Effekte eines Shutdowns zu untersuchen. Grundlage der Berechnungen waren Versichertendaten von knapp 3,9 Millionen britischen Bürger*innen, davon knapp ein Fünftel aus der sogenannten Risikogruppe. Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf Großbritannien.

Szenario 1: Ohne Eindämmungsmaßnahmen kann mit zusätzlich knapp 300.000 Todesfällen pro Jahr in Großbritannien gerechnet werden.

Szenario 2: Teilweise Eindämmung der Pandemie mit Infektion von 10 Prozent der Bevölkerung führt zu rund 37.000 zusätzlichen Todesfällen pro Jahr.

Szenario 3: Eindämmung der Pandemie mit einer Infektion von 0,001 bis 1 Prozent der Bevölkerung resultiert in ungefähr 3.700 zusätzlichen Todesfällen pro Jahr.

In Summe ist der Shutdown damit hocheffizient in der Reduzierung von Todesfällen. Eindrücklicher geht es nicht mehr!

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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