Die häufigsten Laufverletzungen – Teil 2

30-50% der aktiven Läufer*innen erleiden wenigstens einmal im Jahr eine Verletzung. Dabei treten 42% der Verletzungen am Knie auf. Es folgen Fuß (17%), Leiste (13%) und Hüfte (11%) (McGavon et al. 2002). In unserer Serie stellt Orthopäde Mickel Washington die häufigsten Probleme mit Symptomen, Ursachen und Therapiemöglichkeiten vor.

Heute: Das Läuferknie

Das Läuferknie, auch Tractus-Syndrom genannt äußert sich durch Schmerzen seitlich, außen am Knie mit Entzündung und Reizung des iliotibialen Bandes. Dieses ist das stärkste Band des Körpers und zieht von der Hüfte bis zum Wadenbein. Ursachen sind schlechte Lauftechnik, Muskeldefizite der Beckenmuskulatur oder O-Beine. Betroffen sind vor allem die Langstreckenläufer*innen.

Was kann man tun?

Vorbeugend sollte umfangreiches Lauftraining immer durch Krafttraining ergänzt werden. Zur Vermeidung des Läuferknies sollten insbesondere die Abduktoren des Beckens (M. gluteus medius, M. tensor fasciae latae) trainiert werden. Auch beim Läuferknie empfiehlt sich zur Prävention regelmäßiges Dehnen und Übungen mit der Faszienrolle. Passende Übungen zeigen wir am Ende der Woche in unserem Läuferprogramm. O-Beine sollten durch entsprechende Einlagen in den Laufschuhen ausgeglichen werden. Wenn es bereits schmerzt, helfen Salbenverbände über Nacht (z.B. Diclofenacsalbe).

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