Wer Sport macht, hat mehr Hirn

Heute stellen wir eine spannende Studie der Universität Greifswald vor. Die Kollegen*innen dort untersuchten gut 2.500 Probanden*innen mit einem mittleren Alter von 52 Jahren. Zunächst wurde die maximale Sauerstoffaufnahmekapazität mit einem Fahrradergometertests bestimmt. Dies maximale Sauerstoffaufnahmekapazität ist ein Maß für die körperliche Fitness. In einem zweiten Schritt wurde im MRT das Gehirn vermessen. Dabei zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen körperlicher Leistungsfähigkeit und Hirnvolumen. Je körperlich fitter die Studienteilnehmer*innen waren, umso größer deren Gehirn. Dabei konnte beispielsweise auch eine Vergrößerung des Hippocampus gezeigt werden. Dieser Teil des Gehirns ist vor allem für das Lernen wichtig. Obwohl die Studie keine Kausalität nachweist, erhärtet sich doch die Vermutung, dass körperliche und geistige Fitness Hand in Hand gehen und sich wechselseitig beeinflussen. So könnte durch Sport einem altersbedingten Abbau der Hirnmasse begegnet werden und damit z.B. der Beginn einer Demenzerkrankung verzögert werden. Ferner gibt es Hinweise, dass die beobachteten Effekte auch in höherem Alter gelten.

Veröffentlicht von Dr. med. Achim Jerg, Dipl.-Biol.

Assistenzarzt

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